12 Jahre MObiLO
e.V.

5 Jahre TURM-CAFÉ
Es spielt die
Marburger Reha-Werkstatt-Band
Termin für
offizielle Feier folgt
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MObiLO
e.V. wählt 2008 neuen
Vorstand

v.l.n.r.
Eberhard Seel, Andrea Buchenauer (Geschäftsführerin),
Jan Kemmler, Dittmar Stullich, Carin Götzfried, Johannes-Maria Becker
Der alte und neue 1.Vorsitzender Dittmar Stullich
betonte in seinem Rechenschaftsbericht die erfolgreiche Aufbauarbeit im
Kaiser-Wilhelm-Turm und im Verein MObiLO. Für das Jahr 2009 kündigte er sowohl
eine Konsolidierungsphase als auch kleinere Investitionen an.
Neben dem Ausbau der Cafearbeit, der
Vermietungsmöglichkeit sowie der Kulturarbeit müsse sich der Verein der
Sicherung und Ausbau der Arbeitsplätze am und im Turm widmen. Die gute Resonanz
bei der Marburger Bevölkerung und die steigenden Besucherzahlen im Turmcafe
bieten eine gute Voraussetzung für zukünftige Arbeit.
Dittmar Stullich freut sich auf die zukünftige
Vorstandsarbeit mit neuen Mitgliedern aber auch darüber, dass die bisherigen
ehrenamtlichen Begleiter weiterhin die Arbeit im und am Kaiser-Wilhelm-Turm
unterstützen wollen.
Gewählt wurden: 1. Vorsitzender: Dittmar Stullich,
2. Vorsitzende: Carin Götzfried,
Beisitzer: Joh.M.Becker, Jan Kemmler und Eberhard Seel
OP-Bericht, 16.1.2009
Das Café im Kaiser-Wilhelm-Turm hat sich in zwei Jahren zu einem
Kulturzentrum gemausert.
von Christine Krauskopf Marburg.
Kuschelig, kuscheliger,
Turm-Café im Kaiser-Wilhelm-Turm: Der Ofen bullert, an der Wand steht ein
Klavier, über dem urgemütlichen Gast_raum hängt ein großer Kronleuchter, der
weiches Licht über die Tische und Stühle breitet, und unten auf der kleinen
Bühne gibt's Kultur, meist klein und fein mit Musikern, Malern und Erzählern,
die die Leute von „Mobilo“ halt so kennen. Blues und Tango, Gitarrenmusik,
Theater, Zauberkunst - und noch viel mehr -, an fast jedem Wochenende mindestens
eine Veranstaltung. Über Mundpropaganda kommen mittlerweile Anfragen von
Künstlern auch aus Hamburg und Berlin. So kommen schnell die etwa 50
Veranstaltungen zusammen, mit denen das Café im vergangenen Jahr um Gäste warb.
Der neue Vorstand ist zufrieden, und die Mitglieder des Vereins haben sich den
Erfolg redlich verdient, weil hart und mit viel Herzblut erarbeitet.
Als „Mobilo“ sich 2005 bei der
Stadt um das Café bewarb, konnte das keiner so recht absehen. Ungezählte
ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden stecken in den Räumen. Der
Ober-Handwerker im Vorstand, Eberhard Sell, weist zum Beispiel mit stolzer
Bescheidenheit auf die Theke hin, die sich bei Bedarf nun so ausbreiten lässt,
dass ein Büfett für locker 35 Menschen darauf Platz findet. „Ich bin pensioniert
und habe doch Zeit“, sagt er.
70 Mal wurden die Räume im
vergangenen Jahr vermietet - für Familien- und andere Fest. Diese Einnahmequelle
braucht der Verein auch, denn zwei von fünf Jahren Anschubfinanzierung durch die
„Aktion Mensch“ sind um, und das Café soll seine Aufgaben auch langfristig
erfüllen können.
Den Marburgern und ihren Gästen
ein attraktives Ausflugsziel mit verlässlichen täglichen Öffnungszeiten und
häufigen Veranstaltungen zu bieten, ist nur eine davon. „Und das auf hohem
gastronomischen und kulturellen Niveau“, wirft Johannes M. Becker ein, der vor
vier Wochen als Beisitzer neu in den Vorstand gewählt wurde.
Für das Service-Personal ist
der Job von durchaus existenziell wichtiger Bedeutung, denn es besteht aus
Menschen mit psychischen Erkrankungen, die weder auf dem ersten noch auf dem
zweiten Arbeitsmarkt eine Chance haben. Durch ihren Dienst im Café werden sie
wieder Teil der Gesellschaft und bekommen die Möglichkeit, durch das Anbieten
einer Tasse Kaffee in Kontakt zu anderen Menschen außerhalb der
„Psychiatrie-Szene“ zu treten. Für einen Teil ist das Café eine
Durchgangsstation auf dem Weg zurück ins normale Leben, manche bleiben
dauerhaft.
Zwei Frauen sind mit festen
Stellen bei „Mobilo“ beschäftigt: die Chefin des Service-Teams Margret Sause und
die Geschäftsführerin Andrea Buchenauer. Ständig fallen ihnen und den anderen
„Mobilos“ neue Ideen ein, um „ihr“ Café noch einen Tick attraktiver zu machen.
Denn allein mit der geschmackvollen Deko - für die in erster Linie die
stellvertretende Vorsitzende Carin Götzfried Hand anlegt - ist noch kein
Blumentopf zu gewinnen. Zweimal schon wurde das Café als romantische Kulisse für
einen Heiratsantrag gemietet. Dafür bietet es sich auch durch das riesige
Elisabeth-Herz außen am Turm an, das auf Telefonanruf leuchtet.
Seit April sind dort auch
Hochzeiten möglich. Auf Wunsch und nach Vereinbarung öffnet das Café auch für
Schulklassen und andere Gruppen. Und falls die Stadt sich weiterhin großzügig
zeigt, soll - mit viel Eigenleistung - auch das Turmzimmer unter dem Dach
hergerichtet werden. Es wäre ideal für kleine Lesungen und intime Konzerte für
20 bis 25 Gäste. Draußen sind schon etliche Arbeiten für die Freilicht-Bühne
erledigt, nicht zuletzt durch den körperlichen Einsatz der
Novartis-Beschäftigten. Die Zusammenarbeit mit dem Marburger Kulturamt und
anderen Einrichtungen und Initiativen wie der Schreibwerkstatt, der
Sommerakademie, der Volkshochschule und dem Theater „GegenStand“ funktioniere
gut, sagt Vorsitzender Dittmar Stullich. „Wir wollen selbst ein Kulturzentrum
sein“, sagt Beisitzer Jan Kemmler. In Zusammenhang mit der Aktion „Leseland
Hessen“ und dem Marburger Schwerpunkt „Brüder Grimm“ ist eine lange Liste an
Veranstaltungen bereits geplant. Beginn ist am 15. Februar.
Die nächste „Großveranstaltung“
im Freien - 1. Mai - ist dem Blues gewidmet, an Himmelfahrt sind die
Mundharmonika-Spieler wieder am Turm, an Pfingsten ist an einem Tag Chormusik zu
hören und am nächsten tritt „Soulisticated“ auf. Für den 28. Juni ist eine
Neuauflage mit der Richtsberg-Initiative „Kultur und Kulturen“ geplant, bei
deren Premiere tanzten 500 Gäste auf der Spiegelslust. Das Café am
Kaiser-Wilhelm-Turm ist täglich von 13 bis 18 Uhr (im Winter) und im Sommer 13
bis 19 Uhr , bei Kulturveranstaltungen bis spät abends geöffnet. Reservierungen
sind über das Internet
www.spiegelsluststurm.de
und Telefon, 06421 / 682129 möglich.
MObiLO
-Vereins-Chronik
Der MObiLO e.V. wurde im Jahre 1997 zunächst als GBR
(Gesellschaft des bürgerlichen Rechts) von Bewohnern des Übergangsheimes
Sauersgässchen der Bürgerinitiative Sozialpsychiatrie gegründet.
Das damalige Ziel: "Wir wollten uns selbst Arbeitsplätze schaffen, weil unsere
Chancen, auf dem freien Arbeitsmarkt immer geringer wurden". Hinzu kam die von
der damaligen Bundesregierung vorgenommene Streichung aller berufsfördernden
Rehagelder für Menschen in seelischer Erkrankung. Diese "Sparmaßnahme"
wurde zwar später wieder zurück genommen, aber die Planung des Projektes war
angelaufen und es hatte sich bereits so viel positive Eigendynamik entwickelt,
dass das Projekt auch ohne den, aus einer ja sozialpolitischen Empörung heraus
entstandenen Gründungswillen, realisiert werden konnte.

Gründungsmitglieder der MObiLO - GBR 1997
- Der Beginn der MObiLO-Tradition zu feierlichen
Anlässen mit Möhrensaft anzustoßen
(...frei nach Helge Schneider: "Tu doch lieber die Möhrchen!")
Das erste MObiLO-Konzept.
beinhaltete die Gründung einer "Agentur für mobile Dienstleistungen n.d.V.d. BGB" und war als
Arbeitsvermittlungsagentur zu verstehen, die Auftraggeber anwarb, die erteilten
Aufträge an jene BewohnerInnen der Einrichtung weiter gab, die die Fähigkeiten
hatten, den Auftrag sach- und fristgerecht zu erledigen. Die sachgemäße
Ausführung des Auftrages sollte wiederum die Agentur kontrollieren, ebenso die
Rechnung schreiben und alle Formalitäten wie Buchführung, Steuer, Versicherung
etc. abwickeln.
Um bei MObiLO arbeiten und sich
Aufträge vermitteln lassen zu können, musste jeder Interessent erst einmal
Gesellschafter werden. Der durch die Auftragserledigung erwirtschaftete
finanzielle Gewinn sollte neben einem vereinbarten Bar-Auszahlungsanteil, ein
Anteil des Gewinnes als Einlage bei MObiLO bleiben. Von diesem, von den
Gesellschaftern investierten Kapital sollten
Produktionsmittel, also Anschaffungen wie Werkzeuge, Material, Maschinen, Kfz
etc. finanziert werden und die Gesellschafter dadurch am Gesamtvermögen der
Gesellschaft beteiligt werden.
Die zunächst größte Hürde bei
der Umsetzung des Konzeptes bestand in der fehlenden Bereitschaft der
BewohnerInnen der Einrichtung, einen Gesellschaftervertrag zu unterschreiben, da
ja diese Unterschrift bedeutete, neben dem gesellschaftlichen Aufstieg vom
bisher arbeitslosen Psychiatriepatienten zum Gesellschafter und
Kleinunternehmer, auch Verantwortung zu übernehmen, für eventuelle Haftungs- oder
Schadensersatzansprüche, die durch mangelhafte Auftragsausführung auf die
einzelnen GesellschafterInnen hätten zukommen können.
Dieses
unternehmerische Risiko wurde in Anbetracht der ja tatsächlich bei den meisten GesellschafterInnen fehlenden fachlichen Kompetenz und daraus resultierendem
geringen Selbstvertrauen (viele waren bis dahin noch keiner beruflichen
Betätigung nachgegangen), als sehr bedrohlich und unzumutbar erlebt. Hier war
grundlegendes Umdenken durch die tägliche Auseinandersetzung mit dem Für und
Wider dieses Planes erforderlich, auch , weil sich die betreuten Einrichtungsbewohner z.T. schon daran gewöhnt hatten, Verantwortung für das eigene Tun und die eigene
Lebensplanung an professionelle BetreuerInnen der Kliniken und
Nachsorgeeinrichtungen abzugeben.
Aber auch beim therapeutischen
Personal der Einrichtung mussten Grundüberzeugungen professioneller
Betreuungsarbeit einmal aus einer anderen Perspektive betrachtet und überdacht werden. Wenn die neue
Verantwortung der neuen "Gesellschafter" von den bislang ja nur "Betreuten" ernst
genommen werden sollte, dann musste diese natürlich auch von den bisherigen
nur "Betreuern" und künftigen "Firmenberatern" ernst genommen werden.
Es
wurde vereinbart, dass es in der Übergangseinrichtung künftig
nichts wichtigeres gab, als die angenommenen Aufträge fach- und
fristgerecht zu erledigen. Das bedeutete, dass
auch die therapeutische Arbeit (sofern keine gesundheitlichen Gefährdungen damit
verbunden war) hinter der Auftragserledigung zurückstehen
sollte.
Einer dieser ersten Aufträge,
der gleich mehrmals eine Probe auf diesen Grundsatz erforderte, kam von der Stadt Marburg
und beinhaltete die tägliche Reinigung eines städtischen Kindergartens. Das
bedeutete für unser Übergangswohnheim, dass sich täglich gegen 17.00 Uhr eine
kleine Gruppe von vier bis fünf Bewohner/innen zusammen finden und auf den Weg
machen musste, um in Wehrda oder Cappel für zwei bis drei Stunden alle
Räumlichkeiten eines Kindergartengebäudes zu fegen, putzen und
desinfizieren.
Und es funktionierte und über
die Erledigung der Arbeit hinaus, passierte ganz automatisch noch sehr viel
Positives. Da gab es plötzlich ganz neue Kontakte, die nicht geprägt waren von
Betreuungs- oder Therapieinhalten der einen oder anderen Seite. Auch waren die
entstandenen neuen Beziehungen nicht getragen von
sozialmoralischen Motiven, sondern von einem ganz einfachen, aber
für beide Seiten sehr verständlichen und nützlichen Interesse. - einer bezahlten Tätigkeit.
Es war auch von Anbeginn klar, dass, weil sie ja bezahlt
wurde, die Arbeit
ordentlich und zum vereinbarten Termin erledigt sein musste. Das waren ganz neue
Kriterien, die in die Beziehungen im Übergangsheim Einzug
hielten.
Und dann gab es da auch noch
Vertauenssignale, wie die Aushändigung eines Kindergartenschlüssels, der verantwortlich aufzubewahren und
weiterzugeben war und kollegiale Beziehungen zum Kindergartenpersonal und
Hausmeister - und damit eine für alle Gesellschafter ganz neue, aber normale gesellschaftliche Realität
der erwachsenen Bürger.
Und wenn die bislang nur psychisch
Erkrankten nach Hause, in ihre Familien fuhren, dann gab es nicht mehr nur das
Thema "wie geht es mir - wie wirken die Medikamente - was hat
der Arzt gesagt" sondern es gab ein neues Thema, die Agentur
MObiLO und die anstehenden Aufträge. Im Zuge der neuen realen
Kompetenzen entstand dann auch später
der Wunsch, andere und anspruchsvollere Arbeiten, wie z.B. Renovierungen,
Gartenpflege, Transporte, Umzüge etc. auszuführen.
Da den meisten
Gesellschaftern hierfür die nötigen Fachkenntnisse fehlten, konnten
derartige Aufträge nicht ohne die Einstellung einer fachlichen Anleitung
angenommen werden. Dies war natürlich eine Finanzierungsfrage, die eine neue
Sicht der Dinge ins Projekt brachte. Kreativität mit den gesetzlichen
Bestimmungen war angesagt und da eine Anleitung bei der Auftragsausführung ja
auch als berufliche Qualifizierung und Fortbildung - also
Rehabilitationsmaßnahme - gesehen werden konnte, konnte mit der Bürgerinitiative
Sozialpsychiatrie eine Teilübernahme der Kosten vereinbart werden.
Im den Räumen der
Bürgerinitiative (Biegenstraße 7), übernahm MObiLO dann einen Büroraum sowie
einen Werkstattraum und erweiterte seine Tätigkeitsbereiche durch die Übernahme
der Anmeldung von Besuchern der Bürgerinitiative Sozialpsychiatrie, sowie
deren Telefonvermittlung.
Als die Bürgerinitiative nach
zweijähriger Mitfinanzierung die Anleiterkosten nicht weiter übernehmen konnte,
konnte MObiLO diesen allein nicht mehr weiter finanzieren. Infolge dessen gingen
die Umsätze zurück und das bis zu diesem Zeitpunkt angesparte kleine MObiLO-Kapital
schwand allmählich dahin. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde klar, dass MObiLO
nicht aus eigener Kraft und ohne öffentliche Fördergelder fortbestehen konnte.

Gründungsmitglieder des
VEREINES MObiLO
e.V.
Es begann die Phase der
formalen Umgestaltung der "MObiLO GBR" in einen "MObiLO e.V." sowie die
Beantragung der Anerkennung der Gemeinnützigkeit als auch der Fördergelder bei
"Aktion Mensch". Dieser viel Geduld und Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit
endlos vielen Paragraphen und Formularen erforderliche Prozess wurden von der
damaligen 1. Vorsitzenden Sylvia Deyl und der damaligen Geschäftsführerin
Margret Manhart erfolgreich angegangen und durch gestanden. Sie waren mit Lutz
Götzfried bis zur Eröffnung des Turm-Cafés die tragenden Säulen des Projektes
MObiLO
Das heute als gemeinnütziger
Verein anerkannte Selbsthilfeprojekt MObiLO besteht seit 1997, also
seit 11 Jahren und zählt derzeit 37 Mitglieder. Der Verein wird von einem
5-köpfigen Vorstand geleitet und hat sich zum Ziel gesetzt, die Gemeinnützigkeit
sich nicht allein in der Entgegennahme von Fördergeldern erschöpfen zu lassen,
sondern diese auch nach draußen, sprich, für alle Besucher spürbar zu machen.
In dieser Nützlichkeit für die Gemeinschaft sehen
wir auch, den seit vielen Jahren sich in einem Schattendasein befundenen
Kaiser-Wilhelm-Turm wieder attraktiv und ihn sowohl in touristischer Hinsicht
als auch für die Marburger Bevölkerung als Ort der Einkehr und Kultur wieder
zugängig zu machen. Die dazu notwendigen Arbeits- und Beschäftigungsangebote
sollen sich der doch sehr unterschiedlichen Nutzerfrequenz anpassen und von
geringfügiger Beschäftigung und Honorartätigkeit bis hin zu festen
Arbeitsstellen erstrecken.

Das Turm-Café vor der Renovierung am 1.Januar 2005

Das Turm-Café nach der Renovierung am 19. März 2005
Dazu haben wir die Räume unseres Cafés in
Eigenleistung renoviert und mit Spendengeldern eingerichtet. Die Fördergelder
kamen zunächst aus einem privaten Spendenaufruf und dann durch eine Förderung
der Software-Stiftung Darmstadt sowie dem Integrationsfachdienst der Agentur für
Arbeit und einer Projektfördermaßnahme der Aktion Mensch.
Über diese zeitlich begrenzten Förderungen
hinaus, muss sich das Projekt selbst finanzieren bzw. auf eine
Selbstfinanzierung hin arbeiten. Wir sind somit nicht als wirtschaftliche Nische
oder sozialer Freiraum zu sehen, sondern müssen, wie alle Betriebe des freien
Arbeitsmarktes, wirtschaftlich und kundenorientiert denken und handeln.
2. Zielsetzung
Wir möchten Marburger Mitbürgern, sowie einkehrenden Spaziergängern und
Touristen bei gemütlicher Atmosphäre ein gehobenes Angebot an Speisen und
Getränken bieten und ihnen mit unseren Öffnungszeiten einen Zugang zum Turm und
damit einen beeindruckenden Ausblick auf Marburg und das Marburger Umland
ermöglichen.
3. Wer sind wir?

Wir, die MitarbeiterInnen des „MObiLO-Teams“ verstehen uns als
Selbsthilfeorganisation und können aus unserer bisherigen Erfahrung sagen, dass
sich die selbstverantwortliche Tätigkeit bereits jetzt sehr stabilisierend auf unsere sozialen Beziehungen und
damit auch auf uns ausgewirkt hat. Wir haben zugleich
festgestellt,
dass wir bei aller inzwischen erlangten Kompetenz in der praktischen Führung
eines Café-Betriebes, doch noch zu wenig Kenntnisse und Erfahrungen in der
formalen Betriebsführung und in der Lösung betriebsrechtlichen Fragen haben.
Deshalb haben wir uns um Unterstützung und Hilfe von außen bemüht.
Seit November 06 sind wir nun in der glücklichen
Lage, unser Leitungsteam um drei ehrenamtlich tätige Mitglieder mit den
erforderlichen Fachkenntnissen erweitern zu können. Wir fühlen uns damit nun auf
einem guten Weg, die Herausforderungen der kommenden zwei Jahre (siehe
"Vereinsnachrichten") bewältigen zu können.
Vermietungen
Das Turm-Café kann für Familien- und Vereinsfeste gemietet werden. In diesem
Falle stellen wir den Service für Theke und Getränkeausgabe. Alles Andere kann
nach Wunsch des Mieters vereinbart werden. Dabei kann auch ein Teil der
Außenterrasse mit einbezogen werden. Entsprechend erforderliche Bestuhlungen,
Pavillons, Gasgrill und Tischschmuck sind vorhanden.
Wir können auch zur Gestaltung des Festes einen
Pianisten oder verschiedene Musiker und Musikgruppen unterschiedlicher
Stilrichtungen vermitteln.




Kultur
Wir möchten darüber hinaus, in dem mit einer Bühne und einem Klavier
ausgestatteten Turm-Café, ein attraktives Kulturprogramm anbieten. Dabei
ermöglicht der Veranstaltungsraum durch seine besondere Lage und Größe
musikalische Vorträge weitestgehend ohne technische Hilfsmittel. Das erhöht das
musikalische Erlebnis und schafft einen persönlichen Kontakt zwischen Publikum
und den vortragenden Künstlern.




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