MObiLO-Mitglieder
wählten am  4. Februar 2011  einen neuen Vorstand



v.l.n.r.: Brigitte Hauswaldt (Beisitzer),  Michael Andratschke (Beisitzer),
Carin Götzfried (1. Vorsitzende), Brigitte Scholz (2. Vorsitzende),
Andrea Buchenauer (Geschäftsführerin), Halina Pollum (Beisitzer)

Der gemeinnützige Verein „MObiLO e.V.“, blickte in seiner Jahreshauptver-sammlung auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zurück. So wurde der Verein, der Arbeitsplätze für Menschen mit seelischen Problemen schafft, im vergangenen Jahr für sein Arbeitskonzept und soziales Engagement mit dem Walter-Picard-Preis des Landeswohlfahrtsverbandes (die  OP berichtete), sowie dem Kultur-preis der Volksbank Mittelhessen ausgezeichnet.

Nach der im November ausgelaufenen Impulsförderung durch  „Aktion Mensch“ wird eine der primären Aufgaben für das Jahr 2011 die Akquise anderer Fördermittel und das Werben um neue Mitglieder sein, damit die Arbeit des Vereins langfristig und nachhaltig fortgesetzt werden kann. 

Auch in diesem Jahr wird wieder neben dem täglichen Cafébetrieb und den Vermietungen des Caféraums ein abwechslungsreiches und vielfältiges Kulturprogramm, auch für Kinder und Familien, angeboten.

Carin Götzfried

 

 

 12 Jahre  MObiLO e.V. 
 5 Jahre TURM-CAFÉ


5 Jahre
 MObiLO Spiegelslust-Team
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 MObiLO e.V. wählt 2008 neuen Vorstand

 v.l.n.r. Eberhard Seel, Andrea Buchenauer (Geschäftsführerin),
Jan Kemmler, Dittmar Stullich, Carin Götzfried, Johannes-Maria Becker

Der alte und neue 1.Vorsitzender Dittmar Stullich betonte in seinem Rechenschaftsbericht die erfolgreiche Aufbauarbeit im Kaiser-Wilhelm-Turm und im Verein MObiLO. Für das Jahr 2009 kündigte er sowohl eine Konsolidierungsphase als auch kleinere Investitionen an.

Neben dem Ausbau der Cafearbeit, der Vermietungsmöglichkeit sowie der Kulturarbeit müsse sich der Verein der Sicherung und Ausbau der Arbeitsplätze am und im Turm widmen. Die gute Resonanz bei der Marburger Bevölkerung und die steigenden Besucherzahlen im Turmcafe bieten eine gute Voraussetzung für zukünftige Arbeit.

 

Dittmar Stullich freut sich auf die zukünftige Vorstandsarbeit mit neuen Mitgliedern aber auch darüber, dass die bisherigen ehrenamtlichen Begleiter weiterhin die Arbeit im und am Kaiser-Wilhelm-Turm unterstützen wollen.

 

Gewählt wurden: 1. Vorsitzender: Dittmar Stullich, 

      2. Vorsitzende:  Carin Götzfried, 
      Beisitzer: Joh.M.Becker,  Jan Kemmler  und  Eberhard Seel

 

OP-Bericht, 16.1.2009
Das Café im Kaiser-Wilhelm-Turm hat sich in zwei Jahren zu einem Kulturzentrum gemausert.
von Christine Krauskopf Marburg.

Kuschelig, kuscheliger, Turm-Café im Kaiser-Wilhelm-Turm: Der Ofen bullert, an der Wand steht ein Klavier, über dem urgemütlichen Gast_raum hängt ein großer Kronleuchter, der weiches Licht über die Tische und Stühle breitet, und unten auf der kleinen Bühne gibt's Kultur, meist klein und fein mit Musikern, Malern und Erzählern, die die Leute von „Mobilo“ halt so kennen. Blues und Tango, Gitarrenmusik, Theater, Zauberkunst - und noch viel mehr -, an fast jedem Wochenende mindestens eine Veranstaltung. Über Mundpropaganda kommen mittlerweile Anfragen von Künstlern auch aus Hamburg und Berlin. So kommen schnell die etwa 50 Veranstaltungen zusammen, mit denen das Café im vergangenen Jahr um Gäste warb. Der neue Vorstand ist zufrieden, und die Mitglieder des Vereins haben sich den Erfolg redlich verdient, weil hart und mit viel Herzblut erarbeitet.

Als „Mobilo“ sich 2005 bei der Stadt um das Café bewarb, konnte das keiner so recht absehen. Ungezählte ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden stecken in den Räumen. Der Ober-Handwerker im Vorstand, Eberhard Sell, weist zum Beispiel mit stolzer Bescheidenheit auf die Theke hin, die sich bei Bedarf nun so ausbreiten lässt, dass ein Büfett für locker 35 Menschen darauf Platz findet. „Ich bin pensioniert und habe doch Zeit“, sagt er.

70 Mal wurden die Räume im vergangenen Jahr vermietet - für Familien- und andere Fest. Diese Einnahmequelle braucht der Verein auch, denn zwei von fünf Jahren Anschubfinanzierung durch die „Aktion Mensch“ sind um, und das Café soll seine Aufgaben auch langfristig erfüllen können.

Den Marburgern und ihren Gästen ein attraktives Ausflugsziel mit verlässlichen täglichen Öffnungszeiten und häufigen Veranstaltungen zu bieten, ist nur eine davon. „Und das auf hohem gastronomischen und kulturellen Niveau“, wirft Johannes M. Becker ein, der vor vier Wochen als Beisitzer neu in den Vorstand gewählt wurde.

Für das Service-Personal ist der Job von durchaus existenziell wichtiger Bedeutung, denn es besteht aus Menschen mit psychischen Erkrankungen, die weder auf dem ersten noch auf dem zweiten Arbeitsmarkt eine Chance haben. Durch ihren Dienst im Café werden sie wieder Teil der Gesellschaft und bekommen die Möglichkeit, durch das Anbieten einer Tasse Kaffee in Kontakt zu anderen Menschen außerhalb der „Psychiatrie-Szene“ zu treten. Für einen Teil ist das Café eine Durchgangsstation auf dem Weg zurück ins normale Leben, manche bleiben dauerhaft.

Zwei Frauen sind mit festen Stellen bei „Mobilo“ beschäftigt: die Chefin des Service-Teams Margret Sause und die Geschäftsführerin Andrea Buchenauer. Ständig fallen ihnen und den anderen „Mobilos“ neue Ideen ein, um „ihr“ Café noch einen Tick attraktiver zu machen. Denn allein mit der geschmackvollen Deko - für die in erster Linie die stellvertretende Vorsitzende Carin Götzfried Hand anlegt - ist noch kein Blumentopf zu gewinnen. Zweimal schon wurde das Café als romantische Kulisse für einen Heiratsantrag gemietet. Dafür bietet es sich auch durch das riesige Elisabeth-Herz außen am Turm an, das auf Telefonanruf leuchtet.

Seit April sind dort auch Hochzeiten möglich. Auf Wunsch und nach Vereinbarung öffnet das Café auch für Schulklassen und andere Gruppen. Und falls die Stadt sich weiterhin großzügig zeigt, soll - mit viel Eigenleistung - auch das Turmzimmer unter dem Dach hergerichtet werden. Es wäre ideal für kleine Lesungen und intime Konzerte für 20 bis 25 Gäste. Draußen sind schon etliche Arbeiten für die Freilicht-Bühne erledigt, nicht zuletzt durch den körperlichen Einsatz der Novartis-Beschäftigten. Die Zusammenarbeit mit dem Marburger Kulturamt und anderen Einrichtungen und Initiativen wie der Schreibwerkstatt, der Sommerakademie, der Volkshochschule und dem Theater „GegenStand“ funktioniere gut, sagt Vorsitzender Dittmar Stullich. „Wir wollen selbst ein Kulturzentrum sein“, sagt Beisitzer Jan Kemmler. In Zusammenhang mit der Aktion „Leseland Hessen“ und dem Marburger Schwerpunkt „Brüder Grimm“ ist eine lange Liste an Veranstaltungen bereits geplant. Beginn ist am 15. Februar.

Die nächste „Großveranstaltung“ im Freien - 1. Mai - ist dem Blues gewidmet, an Himmelfahrt sind die Mundharmonika-Spieler wieder am Turm, an Pfingsten ist an einem Tag Chormusik zu hören und am nächsten tritt „Soulisticated“ auf. Für den 28. Juni ist eine Neuauflage mit der Richtsberg-Initiative „Kultur und Kulturen“ geplant, bei deren Premiere tanzten 500 Gäste auf der Spiegelslust. Das Café am Kaiser-Wilhelm-Turm ist täglich von 13 bis 18 Uhr (im Winter) und im Sommer 13 bis 19 Uhr , bei Kulturveranstaltungen bis spät abends geöffnet. Reservierungen sind über das Internet www.spiegelsluststurm.de  und Telefon, 06421 / 682129 möglich.


MObiLO -Vereins-Chronik
Der MObiLO e.V. wurde im Jahre 1997 zunächst als GBR (Gesellschaft des bürgerlichen Rechts) von Bewohnern des Übergangsheimes Sauersgässchen der Bürgerinitiative Sozialpsychiatrie gegründet.

Das damalige Ziel: "Wir wollten uns selbst Arbeitsplätze schaffen, weil unsere Chancen, auf dem freien Arbeitsmarkt immer geringer wurden". Hinzu kam die von der damaligen Bundesregierung vorgenommene Streichung aller berufsfördernden Rehagelder für Menschen in seelischer Erkrankung. Diese  "Sparmaßnahme" wurde zwar später wieder zurück genommen, aber die Planung des Projektes war angelaufen und es hatte sich bereits so viel positive Eigendynamik entwickelt, dass das Projekt auch ohne den, aus einer ja sozialpolitischen Empörung heraus entstandenen Gründungswillen, realisiert werden konnte.

 

 

 

 

 

 

 

 


Gründungsmitglieder der MObiLO - GBR 1997 
- Der Beginn der MObiLO-Tradition zu feierlichen Anlässen mit Möhrensaft anzustoßen (...frei nach Helge Schneider: "Tu doch lieber die Möhrchen!")

Das erste MObiLO-Konzept. beinhaltete die Gründung einer "Agentur für mobile Dienstleistungen n.d.V.d. BGB" und war als Arbeitsvermittlungsagentur zu verstehen, die Auftraggeber anwarb, die erteilten Aufträge an jene BewohnerInnen der Einrichtung weiter gab, die die Fähigkeiten hatten, den Auftrag sach- und fristgerecht zu erledigen. Die sachgemäße Ausführung des Auftrages sollte wiederum die Agentur kontrollieren, ebenso die Rechnung schreiben und alle Formalitäten wie Buchführung, Steuer, Versicherung etc. abwickeln.

Um bei MObiLO arbeiten und sich Aufträge vermitteln lassen zu können, musste jeder Interessent erst einmal Gesellschafter werden. Der durch die Auftragserledigung erwirtschaftete finanzielle Gewinn sollte neben einem vereinbarten Bar-Auszahlungsanteil, ein Anteil des Gewinnes als Einlage bei MObiLO bleiben. Von diesem, von den Gesellschaftern investierten Kapital sollten Produktionsmittel, also Anschaffungen wie Werkzeuge, Material, Maschinen, Kfz etc. finanziert werden und die Gesellschafter dadurch am Gesamtvermögen der Gesellschaft beteiligt werden.

Die zunächst größte Hürde bei der Umsetzung des Konzeptes bestand in der fehlenden Bereitschaft der BewohnerInnen der Einrichtung, einen Gesellschaftervertrag zu unterschreiben, da ja diese Unterschrift  bedeutete, neben dem gesellschaftlichen Aufstieg vom bisher arbeitslosen Psychiatriepatienten zum Gesellschafter und Kleinunternehmer, auch Verantwortung zu übernehmen, für eventuelle Haftungs- oder Schadensersatzansprüche, die durch mangelhafte Auftragsausführung auf die einzelnen GesellschafterInnen hätten zukommen können.

Dieses unternehmerische Risiko wurde in Anbetracht der ja tatsächlich bei den meisten GesellschafterInnen fehlenden fachlichen Kompetenz und daraus resultierendem geringen Selbstvertrauen (viele waren bis dahin noch keiner beruflichen Betätigung nachgegangen), als sehr bedrohlich und unzumutbar erlebt. Hier war grundlegendes Umdenken durch die tägliche Auseinandersetzung mit dem Für und Wider dieses Planes erforderlich, auch , weil sich die betreuten Einrichtungsbewohner z.T. schon daran gewöhnt hatten, Verantwortung für das eigene Tun und die eigene Lebensplanung an professionelle BetreuerInnen der Kliniken und Nachsorgeeinrichtungen abzugeben.

Aber auch beim therapeutischen Personal der Einrichtung mussten  Grundüberzeugungen professioneller Betreuungsarbeit einmal aus einer anderen Perspektive betrachtet und überdacht werden. Wenn die neue Verantwortung der neuen "Gesellschafter" von den bislang ja nur "Betreuten" ernst genommen werden sollte, dann musste diese natürlich auch von den bisherigen nur "Betreuern" und künftigen "Firmenberatern" ernst genommen werden.

Es wurde vereinbart, dass es in der Übergangseinrichtung künftig nichts wichtigeres gab, als die angenommenen Aufträge fach- und fristgerecht zu erledigen. Das bedeutete, dass auch die therapeutische Arbeit (sofern keine gesundheitlichen Gefährdungen damit verbunden war) hinter der Auftragserledigung zurückstehen sollte.

Einer dieser ersten Aufträge, der gleich mehrmals eine Probe auf diesen Grundsatz erforderte, kam von der Stadt Marburg und beinhaltete die tägliche Reinigung eines städtischen Kindergartens. Das bedeutete für unser Übergangswohnheim, dass sich täglich gegen 17.00 Uhr eine kleine Gruppe von vier bis fünf Bewohner/innen zusammen finden und auf den Weg machen musste, um in Wehrda oder Cappel für zwei bis drei Stunden alle Räumlichkeiten eines Kindergartengebäudes zu fegen, putzen und desinfizieren.

Und es funktionierte und über die Erledigung der Arbeit hinaus, passierte ganz automatisch noch sehr viel Positives. Da gab es plötzlich ganz neue Kontakte, die nicht geprägt waren von Betreuungs- oder Therapieinhalten der einen oder anderen Seite. Auch waren die entstandenen neuen Beziehungen nicht getragen von sozialmoralischen Motiven, sondern von einem ganz einfachen, aber für beide Seiten sehr verständlichen und nützlichen Interesse. - einer bezahlten Tätigkeit.

Es war auch von Anbeginn klar, dass, weil sie ja bezahlt wurde, die Arbeit ordentlich und zum vereinbarten Termin erledigt sein musste. Das waren ganz neue Kriterien, die in die Beziehungen im Übergangsheim Einzug hielten.

Und dann gab es da auch noch Vertauenssignale, wie die Aushändigung eines Kindergartenschlüssels, der verantwortlich aufzubewahren und weiterzugeben war und kollegiale Beziehungen zum Kindergartenpersonal und Hausmeister - und damit eine für alle Gesellschafter ganz neue, aber normale gesellschaftliche Realität der erwachsenen Bürger.

Und wenn die bislang nur psychisch Erkrankten nach Hause, in ihre Familien fuhren, dann gab es nicht mehr nur das Thema "wie geht es mir - wie wirken die Medikamente - was hat der Arzt gesagt" sondern es gab ein neues Thema, die Agentur MObiLO und die anstehenden Aufträge. Im Zuge der neuen realen Kompetenzen entstand dann auch später der Wunsch, andere und anspruchsvollere Arbeiten, wie z.B. Renovierungen, Gartenpflege, Transporte, Umzüge etc. auszuführen.

Da den meisten Gesellschaftern hierfür die nötigen Fachkenntnisse fehlten, konnten derartige Aufträge nicht ohne die Einstellung einer fachlichen Anleitung angenommen werden. Dies war natürlich eine Finanzierungsfrage, die eine neue Sicht der Dinge ins Projekt brachte. Kreativität mit den gesetzlichen Bestimmungen war angesagt und da eine Anleitung bei der Auftragsausführung ja auch als berufliche Qualifizierung und Fortbildung - also Rehabilitationsmaßnahme - gesehen werden konnte, konnte mit der Bürgerinitiative Sozialpsychiatrie eine Teilübernahme der Kosten vereinbart werden.

Im den Räumen der Bürgerinitiative (Biegenstraße 7), übernahm MObiLO dann einen Büroraum sowie einen Werkstattraum und erweiterte seine Tätigkeitsbereiche durch die Übernahme der Anmeldung von  Besuchern der Bürgerinitiative Sozialpsychiatrie, sowie deren Telefonvermittlung. 

Als die Bürgerinitiative nach zweijähriger Mitfinanzierung die Anleiterkosten nicht weiter übernehmen konnte, konnte MObiLO diesen allein nicht mehr weiter finanzieren. Infolge dessen gingen die Umsätze zurück und das bis zu diesem Zeitpunkt angesparte kleine MObiLO-Kapital schwand allmählich dahin. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde klar, dass MObiLO nicht aus eigener Kraft und ohne öffentliche Fördergelder fortbestehen konnte.

Gründungsmitglieder des VEREINES MObiLO e.V.

Es begann die Phase der formalen Umgestaltung der "MObiLO GBR" in einen "MObiLO e.V." sowie die Beantragung der Anerkennung der Gemeinnützigkeit als auch der Fördergelder bei "Aktion Mensch". Dieser viel Geduld und Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit endlos vielen Paragraphen und Formularen erforderliche Prozess wurden von der damaligen 1. Vorsitzenden Sylvia Deyl und der damaligen Geschäftsführerin Margret Manhart erfolgreich angegangen und durch gestanden. Sie waren mit Lutz Götzfried bis zur Eröffnung des Turm-Cafés die tragenden Säulen des Projektes MObiLO

Das heute als gemeinnütziger Verein anerkannte Selbsthilfeprojekt MObiLO besteht seit 1997, also seit 11 Jahren und zählt derzeit 37 Mitglieder. Der Verein wird von einem 5-köpfigen Vorstand geleitet und hat sich zum Ziel gesetzt, die Gemeinnützigkeit sich nicht allein in der Entgegennahme von Fördergeldern erschöpfen zu lassen, sondern diese auch nach draußen, sprich, für alle Besucher spürbar zu machen.

In dieser Nützlichkeit für die Gemeinschaft sehen wir auch, den seit vielen Jahren sich in einem Schattendasein befundenen Kaiser-Wilhelm-Turm wieder attraktiv und ihn sowohl in touristischer Hinsicht als auch für die Marburger Bevölkerung als Ort der Einkehr und Kultur wieder zugängig zu machen. Die dazu notwendigen Arbeits- und Beschäftigungsangebote sollen sich der doch sehr unterschiedlichen Nutzerfrequenz anpassen und von geringfügiger Beschäftigung und Honorartätigkeit bis hin zu festen Arbeitsstellen erstrecken.



Das Turm-Café vor der Renovierung  am 1.Januar 2005

 

 

 

 

 


 



 



Das Turm-Café nach der Renovierung am 19. März 2005

Dazu haben wir die Räume unseres Cafés in Eigenleistung renoviert und mit Spendengeldern eingerichtet. Die Fördergelder kamen zunächst aus einem privaten Spendenaufruf und dann durch eine Förderung der Software-Stiftung Darmstadt sowie dem Integrationsfachdienst der Agentur für Arbeit und einer Projektfördermaßnahme der Aktion Mensch.

Über diese zeitlich begrenzten Förderungen hinaus, muss sich das Projekt selbst finanzieren bzw. auf eine Selbstfinanzierung hin arbeiten. Wir sind somit nicht als wirtschaftliche Nische oder sozialer Freiraum zu sehen, sondern müssen, wie alle Betriebe des freien Arbeitsmarktes, wirtschaftlich und kundenorientiert denken und handeln.

2. Zielsetzung
Wir möchten Marburger Mitbürgern, sowie einkehrenden Spaziergängern und Touristen bei gemütlicher Atmosphäre ein gehobenes Angebot an Speisen und Getränken bieten und ihnen mit unseren Öffnungszeiten einen Zugang zum Turm und damit einen beeindruckenden Ausblick auf Marburg und das Marburger Umland ermöglichen.

3. Wer sind wir?

Wir, die MitarbeiterInnen des „MObiLO-Teams“ verstehen uns als Selbsthilfeorganisation und können aus unserer bisherigen Erfahrung sagen, dass sich die selbstverantwortliche Tätigkeit bereits jetzt sehr stabilisierend auf unsere sozialen Beziehungen und damit auch auf uns ausgewirkt hat. Wir haben zugleich festgestellt, dass wir bei aller inzwischen erlangten Kompetenz in der praktischen Führung eines Café-Betriebes, doch noch zu wenig Kenntnisse und Erfahrungen in der formalen Betriebsführung und in der Lösung betriebsrechtlichen Fragen haben. Deshalb haben wir uns um Unterstützung und Hilfe von außen bemüht.

Seit November 06 sind wir nun in der glücklichen Lage, unser Leitungsteam um drei ehrenamtlich tätige Mitglieder mit den erforderlichen Fachkenntnissen erweitern zu können. Wir fühlen uns damit nun auf einem guten Weg, die Herausforderungen der kommenden zwei Jahre (siehe "Vereinsnachrichten") bewältigen zu können.


Vermietungen
Das Turm-Café kann für Familien- und Vereinsfeste gemietet werden. In diesem Falle stellen wir den Service für Theke und Getränkeausgabe. Alles Andere kann nach Wunsch des Mieters vereinbart werden. Dabei kann auch ein Teil der Außenterrasse mit einbezogen werden. Entsprechend erforderliche Bestuhlungen, Pavillons, Gasgrill und Tischschmuck sind vorhanden.

Wir können auch zur Gestaltung des Festes einen Pianisten oder verschiedene Musiker und Musikgruppen unterschiedlicher Stilrichtungen vermitteln.

 

 

Kultur
Wir möchten darüber hinaus, in dem mit einer Bühne und einem Klavier ausgestatteten Turm-Café, ein attraktives Kulturprogramm anbieten. Dabei ermöglicht der Veranstaltungsraum durch seine besondere Lage und Größe musikalische Vorträge weitestgehend ohne technische Hilfsmittel. Das erhöht das musikalische Erlebnis und schafft einen persönlichen Kontakt zwischen Publikum und den vortragenden Künstlern.

 

 

 

 
ÖFFNUNGSZEITEN:

Täglich 13 bis 19 Uhr
Sonn- u. Feiertags ab 11 Uhr
 

TURMBESTEIGUNGEN:
Erwachsene 1,00 €
Kinder 0,60 €