Im Turm:

Eva Croissant
Gib auf dich Acht
https://www.youtube.com/watch?v=Mm5sVTIEVDg

Dein Herz trägt Felsen
https://www.youtube.com/watch?v=jfErMuk5bDI


und:

Mark Forster
https://www.youtube.com/watch?v=KOHpo06_y3Q

 


Birdhouse_web

The
BirdHous e
im TurmCafe
https://www.youtube.com/watch?v=L9MXkL4A2iE
 

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Heike Junghenn 12

 TÄGLICH GEÖFFNET
- Im Sommer (Ostern bis Okt.) 13 bis 19 Uhr, Im Winter (Nov.bis Ostern) 13 bis 18.00 Uhr 
Sonn- u. Feiertags ab 11 Uhr TURMBESTEIGUNGEN: Erwachsene 1,00 €,  Kinder 0,60 €

Heike Junghenn 12

Anfahrt: Mit Buslinie 7 oder 9 oder Pkw Richtung Klinikum-Haupteingang, in Linkskurve rechts ab Richtung “Spiegelslust” bzw.”TurmCafé” 1,2 km durch den Wald bis Kaiser-Wilhelm-Turm.

Restauration: Es gibt zu den Veranstaltung-en ein besonderes Speiseangebot.

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  1. Das TurmCafé ist 13 Jahre alt
    Unsere Veranstaltungen im Ãœberblick

    Info für Künstler

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Sa., 29.09.18, 20.00 Uhr, Turmpavillon oder TurmCafé
Musik und Literatur
Himmelsflüge - Höllenstürze
Francois Villons Balladen und provokanten Texte
mit Jan Burdinski und Lutz Götzfried
Eintritt: 15,- / 13,- €

Raufbold und Schlagtot, Liedermacher und bedeutender Poet
an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit. Rauh, herrlich frech und amüsant.
Das Publikum erwartet ein kontrastreicher Wechsel
zwischen gerichtlicher Anklage und feinfühliger Dichtung.
 

Francois Villon (eigentl. F. de Montcorbier, geb. 1431 in Paris, gest. nach. 1463) war der bedeutendste franz. Lyriker an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit.

Er stammte aus einfachen Verhältnissen und erhielt durch die Förderung von Pater Guillaume de Villon eine vorzügliche Ausbildung bis zum Magister artium (1452). Wegen eines im Streit verübten Totschlags floh er 1455 aus Paris und wurde Mitglied einer Diebesbande („La Coquille“). Es folgten mehrere Gefängnisaufenthalte, dazwischen zog er als Vagabund durch die Lande, mitunter hatte er auch das Glück, in der unterhaltenden Aufgabe eines Sängers an verschiedenen Fürstenhöfen beschäftigt zu sein, bis er 1463 in Paris schließlich zum Galgen verurteilt wurde. Seine Begnadigung war verbunden mit der Verbannung aus Paris. Dann verlieren sich seine Spuren.

Sein Hauptwerk ist das bekenntnishafte Gedicht „Le grand testament“ mit über 2000 Versen.

In seinen Balladen überwindet er die herkömmliche Troubadourdichtung nicht nur formal, sondern zugleich auch gedanklich, denn sein unmittelbarer natürlicher Tonfall und seine Ausdruckskraft machen ihn zum ersten großen französischen Lyriker der Moderne.

Der deutsche Expressionismus hat sich um die Ãœbertragung Villons Verse ins Deutsche verdient gemacht, insbesondere Paul Zech und Klabund. In Brechts „Dreigroschenoper“ wurden Teile seiner Balladen übernommen.

Motive seiner Dichtung sind Tod und Vergänglichkeit, Liebe und Haß. Durch den ständigen Wechsel zwischen derb-zynischem Wortwitz und tiefer, aufrichtiger Empfindung wirken seine Balladen auch auf den heutigen Leser noch sehr lebendig.

Jan Burdinski
Nach langjährigen Schauspiel-Engagements (E.T.A.-Hoffmann Theater in Bamberg, Kreuzgangspiele Feuchtwangen, Marburger Stadttheater, Erlanger Markgrafentheater u.a.) übernahm er neben Sprechertätigkeiten beim Rundfunk auch Dozentenaufgaben auf dem Gebiet der Theaterwissenschaften und der Theaterpädagogik (Uni Bamberg, Uni Bayreuth, Sommerakademie Neuburg a.d.Donau).

Seit 1994 leitet er den „Fränkischen Theatersommer“, der sich in wenigen Jahren zur „Landesbühne Oberfranken“ weiterentwickelte und in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiert.
Parallel dazu inszenierte er mehrfach bei den Allgäuer Festspielen Altusried und bei den Cadolzburger Burgfestspielen.

Stipendium der Richard-Wagner-Stiftung; Berganza-Preis Bamberg; für besondere Verdienste um die Kultur erhielt er die Ehrenmedaille des Bezirks Oberfranken und wurde 2011 mit dem „Frankenwürfel“ ausgezeichnet.

Lutz Götzfried
Nach ersten, frühkindlichen musikalischen Vorbereitungen, einer Handwerksausbildung und einem Studium im Sozialbereich, begann ich mich in den 80er Jahren ernsthaft kulturell zu betätigen. Zunächst mit der Gründung eines Psychiatrie-Kabaretts und einer Strassentheatergruppe, dann mit hessischer Mundart und zwei LP-Produktionen und schließlich mit verschiedenen Lyrik- und Literaturprogrammen. Zugleich betätigte ich mich in verschiedenen anderen Theaterprojekten, wie z.B. den „Ellwanger Schlossfestspielen“ dem „Theatersommer Fränkische Schweiz“ und mit der Inszenierung verschiedener Moritaten- und Chansonprogramme. Später folgten Rezitationsprogramme mit Bob-Dylan-Texten in mittelhessischer Mundart und zuletzt durfte ich meine Traumrolle als versoffener Müllkutscher namens Doolittle in "My fair Lady“ zelebrieren.

Durchgehend in all diesen Jahren faszinierten mich aber die Texte des Vagantendichters Francois Villon. Sie zogen mich in ihren Bann, weil sie die Not und den Seelenaufruhr eines Menschen vermittelten, der die Widersprüche einer mittelalterlichen Gesellschaftsmoral anprangerte, die, wie man erst mal glauben möchte, es heute nicht mehr gibt. Eine Gesellschaft mit hin- und hergebogenem Recht, einem scheinheiligen Klerus und der selbstherrlichen Willkür ihrer Amts- und Würdenträger. Zugleich beschreibt Francois Villon seine Liebesballaden mit literarischer Wortgewalt und großer emotionaler Feinfühligkeit.